† 01.07.1948      Stadler.htmlhttp://www.mein-oesterreich.info/geschichte/kosaken.htmshapeimage_1_link_0
 

DER
Genozid

Entwaffnete Kosaken im Lager Lienz erwarten neue Waffen, Ausrüstung und Einkleidung von den britischen Kräften.

Im April 1945 waren die Kosaken mit Frauen und Kindern auf der Flucht, sie fürchteten Stalins eiserne Faust gegen ihre Ethnie. Ihre Trecks zogen von Süden über die vereisten Karawanken kommend Richtung Osttirol.

In einem enorm strengen Winter in offenen Planwagen mit Frauen und Kindern.

Ihr Ziel: Die Rettung - wie sie glaubten.

Sie wussten, in Tirol standen die Briten. Die Kosaken wollten diese britischen Kriegsgefangenenlager bei Lienz erreichen.

Sie vertrauten dem Wort der Briten und auf die Einhaltung der Haager Landkriegsordnung in der festgehalten ist, Kriegsgefangene sind keinesfalls an fremde Staaten auszuliefern. Sie gaben, getäuscht durch das Versprechen der Briten bald neue, britische Waffen fassen zu können, freiwillig ihre Waffen ab.


Am 1.Juni 1945 trieben die Briten wie geplant 26.000 Kosaken brutal zusammen, um sie entgegen ihren Zusicherungen an ihre Todfeinde, die Sowjets auszuliefern. Wer sich wehrte (Frauen wurde mit Bajonetten erstochen) wurde erschossen. Etwa 4.000 Gefangene konnten vorerst flüchten und sich in die Berge retten wobei die meisten unter primitivsten Umständen von Versteck zu Versteck ziehend, ständig auf der Flucht vor den sie gnadenlos verfolgenden Briten, entweder verhungerten oder erfroren.


Stalin einigte sich in Jalta mit den Alliierten auf die Auslieferung der Kosaken – an ihre erklärten Todfeinde. Nachdem dies bekannt wurde, eskalierte im Lienzer Lager die Situation.


„Lieber gleich tot, als in die UdSSR verschickt zu werden!“


hieß die verzweifelte Parole der Verratenen.


Viele Kosaken schnitten sich vor den Augen der ungerührten englischen Soldaten die Pulsadern auf. Mütter warfen ihre Kinder in die reißende Drau und sprangen hinter ihnen in den Tod. Trotz des vor ihren Augen stattfindenden Genozids führten die britischen Soldaten den Befehl ihres Oberkommandos unerbittlich aus. Da sich die entwaffneten Kosaken verzweifelt mit bloßen Händen wehrten, wendeten die Briten brutale Gewalt an - bis hin zum Totschlag.

Die vorher den Kosaken gegenüber abgegebenen Zusicherungen waren wertlos. Im Abkommen von Yalta hatte Churchill die völkerrechtlich illegale Auslieferung der Kosaken mit Stalin vereinbart.


Schon während der Auslieferung am 1.Juni begannen österreichische Bauern das Kosakenlager zu plündern, ehe sie von ihren eigenen Pfarrern zurückgehalten werden konnten. Ein Suppenkessel aus dem Kosakenlager steht bis heute, als beredter metallener Zeuge, zu einem Blumentopf umfunktioniert, vor einem in der Nähe befindlichen Gasthaus. Viele Habseligkeiten der Kosaken finden sich heute in so manchem Tiroler Heuschober. Die Briten schlachteten einen Großteil der zweihundert von den Astrachen-Kosaken mitgeführten Kamele.

Aus der Wolle dieser Kamele haben sich die einheimischen lienzer Bauern Pullover gestrickt, und erzählen bis heute, wie sehr sie "piekten". Rund 20.000 Pferde wurden von den Briten eingefangen und nach England gebracht. Die restlichen wurden an die Ortsbauern verteilt.

Davon erzählen viele Bauernfamilien bis heute. Es gibt Kosaken, die mit der britischen Regierung bis heute um eine Wiedergutmachung für die entführten Pferde prozessieren.


Die Tragödie an der Drau war aber erst der Auftakt einer nachfolgenden systematischen und endgültigen Vernichtung des Kosakentums in der Sowjetunion:


„Genozid reloaded“



Geschichte ist eine Lüge, auf die man sich geeinigt hat.“


® Napoleon

Historische Fakten

  1. Die Sowjets planten und betrieben, wie neuere Nachforschungen beweisen, gemeinsam mit den Briten die planmäßige Kosakenvernichtung.

Mein Vater
entkam, wie so oft in seiner bewegten Geschichte auch diesmal dem sichern Tod nur durch puren Zufall. Durch den nicht ganz offiziellen „Tausch“ eines Urlaubsscheines mit einem Offizierskollegen, der eine Freundin in Graz besuchen wollte. Diese Liebesbeziehung war dessen Todesurteil.massacre.html
„Genozid reloaded“
« Im Grunde handelte es sich beim Kosaken-Genozid um einen zweifachen Genozid:
Ethnozid und Soziozid. 
Denn die Kosakenschaft verstand sich historisch immer sowohl als 
ein eigener Berufsstand wie auch als ethnische Sondergruppe innerhalb des Russentums. »Lienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlLienz.htmlmassacre.htmlshapeimage_3_link_0shapeimage_3_link_1shapeimage_3_link_2shapeimage_3_link_3shapeimage_3_link_4shapeimage_3_link_5shapeimage_3_link_6shapeimage_3_link_7shapeimage_3_link_8

Zahlen & Daten

  1. Im Drautal waren neben den Kosaken (Kosakenlager unter den Generälen Domanow und Krasnow) in Lienz (rd. 25.000 Personen) noch ca. 15.000 Kosaken des XV Kavallerie-Regiments unter dem später in Moskau hingerichteten General von Pannwitz und andere, darunter bergkaukasische, muslimische Einheiten, stationiert.

  2. Dagegen gab es im Raum Villach/Klagenfurt noch 5.000 Personen des „Russischen Schutzkorps“ (eine Formation aus russischen Zarenoffizieren und ranghohen Kosaken aus Emigrantenkreisen in Serbien, zum Schutz der jugoslawischen Bahnlinien vor Partisanen von der Wehrmacht verwendet. Sie nahmen nach dem 1.Juni 1945 an die 1.500 flüchtige Kosaken aus Lienz bei sich auf und gaben sie für ihre Angehörigen aus.

  3. Das „Schutzkorps“ wurde - da aus Emigranten aus dem zaristischen Russland gestellt, also nominell keine Sowjetbürger waren - nicht ausgeliefert. Sie emigrierten später nach Argentinien, Neben rund. 12.000 Mann der westukrainischen, griechisch-katholischen (bis Kriegsende (da sie nicht als „echte Herrenmenschen“ galten) nicht wie oft fälschlich behauptet in die  SS-Division „Galizien" integriert.

  4. Das „Schutzkorps“ wurden nicht ausgeliefert, da sie als ehemals polnische Staatsbürger galten (und auch der Papst für sie massiv intervenierte).

  5. Sie wurden entweder nach Italien gebracht oder von den Briten eingeschifft und nach England gebracht, wo vereinzelt ihre Nachkommen bis heute leben.

Über die Motive der Bolschewiken:

  1. « Die Bolschewiken haben vor allem deswegen die Kosaken so erbarmungslos verfolgt, weil sie immer wieder versuchten, ihre Steppendemokratie (ähnlich der heutigen Schweiz) einzuführen. Das war den Bolschewiken die eine Diktatur des Proletariats errichten wollten, ein Dorn im Auge.

  2. Dieser musste unbedingt entfernt werden – indem man die Basisdemokraten in Rädelsführer umbenannte, und ermordete. »

Vernichtung  

Der Aktenvermerk "Kosak"
im Pass war gleichbedeutend
mit dem Todesurteil. Lenin rächte sich entsetzlich und schickte die Reiter mit ihren Familien in die Verbannung, zur Zwangsarbeit, in den Tod. Continue »

Todesritt der Kosaken

Die Kosaken, die wilden Reiter des Ostens, sind seit ihrem ersten Auftauchen im 14. Jahrhundert von einem Mythos umgeben. Sie gelten als verwegene Kämpfer für Freiheit und Unabhängigkeit.               Continue »

Lager Osttirol

Unbewaffnete Russische Kosaken im Lager Lienz / Osttirol wiegen sich, getäuscht von den britischen Usurpatoren, in falscher Sicherheit vor dem Genozid. Abseits sind die Frauen und Kinder untergebracht.  Continue »

Flucht in die Hoffnungslosigkeit

Der Archäologe Harald Stadler beschreibt in seiner Dokumentation den Todestreck der Kosaken der in Tirol seine Bestimmung fand.
Lesen Sie hier Auszüge und Zusammenfassungen aus dem Buch. Erfahren sie die erschütternden Umstände. Erstaunlich ist, das der schrecklichste Genozid auf österreichischem Boden auch heute noch in weiten Kreisen der Bevölkerung völlig unbekannt ist und auch medial nie aufgearbeitet wurde.

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